21Staatskunst ist ein gemeinnütziger Incubator für politische Gestaltung im Sinne des Gemeinwohls. Unsere Arbeit gründet auf dem erweiterten Kunstbegriff von Joseph Beuys, für den die Gestaltung gesellschaftlicher Verhältnisse ebenso ein künstlerischer Akt ist wie das Formen von Materialien. Politik, Verwaltung, Gesellschaft und Kultur sind nicht bloß zu organisieren – sie sind zu durchdenken, zu verändern, zu gestalten. Gesellschaft ist eine soziale Plastik: ein lebendiger, formbarer Prozess gemeinsamer Verantwortung.
In einer Zeit, in der sich die Klimakrise verschärft, demokratische Werte unter Druck stehen und digitale Plattformen Öffentlichkeit fragmentieren, fragen wir: Wie entsteht heute noch Gemeinschaft? Wie gelingt politisches Handeln, das wirkt, ohne zu vereinnahmen? Wie kann Gestaltung Mut machen, ohne zu überfordern?
Die Arbeit von 21Staatskunst beruht auf einem erweiterten Verständnis von Gestaltung: Politik, Kultur und gesellschaftlicher Wandel sind für uns keine getrennten Sphären – sie sind formbar, veränderbar, gestaltbar. Dafür schöpfen wir aus der Theorie der Sozialen Plastik von Joseph Beuys, der nicht nur die Kunst, sondern auch das Denken, das Sprechen und das Handeln als plastische, also formende Prozesse verstand.
Gestaltung beginnt im Kopf, aber sie endet nicht dort. Sie wird erst dann wirksam, wenn Menschen in der Lage sind, ihre Vorstellungen umzusetzen – strukturell, strategisch und gemeinschaftlich. Gestaltung heißt für uns: Verantwortung übernehmen für das, was noch nicht ist.
Kreativität als gesellschaftliches Vermögen
Der Mensch ist von Natur aus ein kreatives Wesen – und als solches auch ein freies Wesen. Aus dem Unbestimmten etwas mit Bestimmtheit hervorzubringen: das ist der Kern kreativen Handelns. Diese Haltung ist für uns nicht nur eine ästhetische, sondern eine demokratische.
Je höher die kreative Selbstwirksamkeit der Menschen, desto größer die Fähigkeit einer Gesellschaft, Probleme zu lösen, Ressourcen gerecht zu verteilen und Institutionen weiterzuentwickeln. Das ist keine idealistische Hoffnung, sondern eine strukturelle Frage politischer Resilienz und Innovationsfähigkeit.
Politik als soziale Plastik
Was aus dieser Perspektive entsteht, nennen wir Staatskunst: die bewusste, gemeinschaftliche Gestaltung demokratischer Wirklichkeit. Nicht als technisches Management, sondern als plastischer Prozess – zwischen Wille und Form, zwischen Wärme und Struktur, zwischen Utopie und Alltag.
Wir glauben: Wer Politik als Kunst versteht, sieht nicht nur die Missstände, sondern auch die Möglichkeiten.
Wie wir arbeiten
Wir arbeiten projektbasiert, strategisch und interdisziplinär. 21Staatskunst initiiert eigene Programme, unterstützt Partner:innen bei der Entwicklung wirkungsvoller Strategien und schafft eine Plattform und Räume für Austausch, Denken und gemeinsames Handeln. Wir verbinden qualitative Forschung mit künstlerischer Praxis, Netzwerkarbeit mit analytischer Tiefe.
Gegründet wurde 21Staatskunst von Thomas Losse-Müller, politischer Stratege mit vielfältiger Erfahrung in Verwaltung, Beratung, Politik und Wirtschaft, und Jörn Bielfeldt, Musiker, Kulturproduzent und Netzwerker zwischen Kunst, Gesellschaft und strategischem Denken.
Unser Team
Wir sind ein kleines Team mit unterschiedlichen Hintergründen – aus Politik, Kultur, Wissenschaft und Daten. Unsere Vielfalt hilft uns, Themen aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Wir arbeiten eng zusammen, mit flachen Hierarchien und dem Anspruch, gute Ideen gemeinsam in die Umsetzung zu bringen.
Finanzierung
Unsere Finanzierung erfolgt durch Zuwendungen von Stiftungen und aus öffentlichen Mitteln. Hauptförderer sind die gemeinnützigen US-amerikanischen Climate Imperative Foundation (CI) und der Children Investment Fund Foundation (CIFF) aus Großbritannien, die den Sozial-Klimarat über die Stiftung Klimaneutralität unterstützen. Die Tagungen des Sozial-Klimarats werden darüber hinaus von der Friedrich-Ebert-Stiftung unterstützt.
Transparenz
Wir werden Teil der Initiative Transparente Zivilgesellschaft und verpflichten uns damit zur Veröffentlichung von Angaben basierend auf dem Codex. Unsere aktuellen Angaben finden Sie unter www.21staatskunst.de/transparency
Lobbyregister
Unser Eintrag in Lobbyregister finden Sie hier.
